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Rhythmus-AdventsKalender

Jeden Tag ein neues Rhythmus-Element lernen und ggf. gleich kombinieren – bis Weihnachten einfach und nebenbei Rhythmik lernen! Die Reihenfolge ist dabei an eine Steigerung des Schwierigkeitsgrad von Kalendertürchen zu Kalendertürchen angelehnt, welcher sowieso bei der Kombination mit anderen RhythmusElementen gleich wesentlich höher wird:



4. RHYTHM of the Month Dec 19

Heute war im Adventskalender noch das fehlende RhythmusElement (aBCd), welches benötigt wird, um die beliebteste Stadion-RhythmusPhrase darzustellen:

RhythmusElemente_StadionPhrase

Stadion-RhythmusPhrase „Let‘s Go“

Dieser „Rhythmus, bei dem jeder mit muss“, stammt wohl von 1962 aus dem Song „Let’s Go (Pony)“ von „The Routers“. Als 1966 die Band „Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich“ den markanten Rhythmus in ihrem Song „Hold Tight“ aufgriff und einen Chart-Erfolg landete wurde dieser Rhythmus spätestens bei der Fußball-WM in England im gleichen Jahr (1966) zur weltbekannten und beliebten Stadion-RhythmusPhrase – geklatscht, gehupt und getrommelt von den Fans. Zum Anfeuern als Schlachtruf passte ohnehin der Shout „Let‘s Go“ aus dem Song-Chorus ideal (oder wurde abgewandelt wie z.B. „F.C.“ anstelle von „Let´s Go“).

3. RHYTHM of Month Dec 19

Mit dem heutigen neuen RhythmusElement (AbcD) im Adventskalender lässt sich nun der interkulturelle Rhythmus schlechthin kombinieren und angehen. Hierfür werden diesmal nur zwei 4-tupel-RhythmusElemente benötigt, welche für die Darstellung wiederholt wurden. So ist die Gruppierungsfolge „III+III+II“ einer 8-Unterteilungseinheit gut zu erfassen:

RhythmusElemente_InterCultural

Im Karibischen auch unter dem spanischen Namen „Tresillo“ (der „3er“), in Nordostbrasilien als „Baião“ verbreitet, generell auch als „1-Takt-Clave“ bezeichnet, findet dieser interkulturelle Rhythmus schlechthin auf aller Welt in nahezu alle Stilistiken Einzug. Ebenso ist dieser Rhythmus als „3er-Seite“ Bestandteil der afro-karibischen „Son-Clave“. Seine Ursprünge dürften auf die alten afrikanischen, arabischen und asiatischen Trommelkulturen zurückgehen. In Westafrika taucht er z.B. als Sikyi-Rhythmus (gesprochen „Sietschie“ der hohen „Tamalin“ Rahmentrommel auf oder als „Yeve/Sovu-Gankogvi“-Glocken-Pattern).

Am populärsten und bekanntesten dürfte „III+III+II“ aktuell durch den Electronic-Music-Stil „Reggaeton“ sein.

2. RHYTHM of the Month Dec 19

Nun hast du zum Nikolaustag genug RhythmusElemente im Adventskalender kennengelernt, um diese zu einem weiteren markanten weltbekannten Rhythmus kombinieren zu können. Auch hier sind wiedermals vier 4-tupel-RhythmusElemente aneinander gereiht:

RhythmusElemente_Shave-and-a-Haircut

Shave and a Haircut

Diese markante rhythmisierte Melodie dürfte heute nahezu jedem bekannt sein durch ihre Verbreitung in Cartoons und generell TV-Shows. Erst später unter dem Namen „Shave and a Haircut“ kursierte die fanfarenartige Phrase aber schon im 19. Jahrhundert insbesondere in England und den USA. Von wem sie ursprünglich stammt, ist nicht wirklich belegt. Eine der ersten bekannten Aufnahmen, wo die griffige Phrase vorkommt, stammt aus dem Jahr 1899, das Ragtime-Stück von Charles Hale „At a Darktown Cakewalk“. Der Melodietext „Shave and a Haircut“, meist mit als hinteren Teil „two bits“ (aber auch anderen Textvarianten), hatte sich in den 30er Jahren verbreitet. 1939 erschien dann der Song „Shave and a Haircut – Shampoo“ bei welchem es am Song-Schluss vorkommt.

In anderen Ländern und Sprachen entstanden dazu übrigens auch andere Textvarianten und somit andere Textinhaltliche Bedeutungen.

Nebenbei bemerkt handelt es sich hierbei übrigens bestimmt nicht ganz zufällig um eine „Call & Response“-Phrase auf der „3-2 Son-Clave“ basierend.

1. RHYTHM of the Month Dec 19

Mit den bisherigen drei im Adventskalender kennengelernten Rhythmus-Elementen kann nun schon der erste bekannte Rhythmus erstellt werden: Der eingänge Rhythmus der ersten Hälfte des Chorus von „JINGLE BELLS“ – um auch schon mal eine bessere Vorstellung zu bekommen, wie die Elemente u.a. im Zusammenhang funktionieren oder eingesetzt werden können.

RhythmusElemente_Jingle-Bells

Stil-Ikonen: OMAR HAKIM

In der Reihe „Stil-Ikonen“ des Fachmagazins „DrumHeads!!“ geht es in einem 4-seitigen Workshop-Artikel von Wolfgang „Woody“ Klausner in der Dezember-Ausgabe 2019 (1/2020) um Omar Hakim. Unter dem Titel „Von Untermalung bis Feuerwerk“ wird insbesondere sein Groove-Phrasenkonzept deutlich anhand Beispielen von Daft Punk (Giorgio by Moroder), Sting (Children´s Crusade), Weather Report (Predator) und John Scofield (Techno)– sowohl konventionell Print wie auch als „ePaper/PDF“ z. B. >hier< erhältlich.

Drum-Beat of the Month Oct 2019

Die britische Schlagzeug-Legende Ginger Baker ist gestern am 6.10.19 mit 80 Jahren verstorben. In Andenken hier einer seiner 12/8-AfroDrum-Groove à la „Aiko Biaye“:

Als nigerianisches Traditional wurde es 1970 mit Afro-Rock-Drummer Remi Kabaka auf „Ginger Baker´s Airforce“ veröffentlicht. Dieses Notenbeispiel hier ist angelehnt an sein Arrangement und Live-Aufführungen mit dem Percussionist Abass Dodoo 2014 bzw. vom Album „Why„.
Durch das durchgängige Treten der Hi-Hat wird der afrikanische Polyrhythmus „3über2“ hör- und spürbar.

Stil-Ikonen: JEFF PORCARO

In der neuen Reihe „Stil-Ikonen“ des Fachmagazins „DrumHeads!!“ ist mit Jeff Porcaro als erstem Drummer ein 3-seitiger Workshop-Artikel von Wolfgang „Woody“ Klausner am Start. Unter dem Titel „Filigrane Song-Dienlichkeit“ werden auch Details durchleuchtet wie z.B. bei Totos „Hold the Line“, die viel ausmachen können, aber gar nicht gleich so augenscheinlich sind – sowohl konventionell Print wie auch als „ePaper/PDF“ z. B. >hier< erhältlich.